Morper und Rotthäuser Bachtal

Sanfte Hügel, alte Wege

Vor den Toren Düsseldorfs liegt das Naturschutzgebiet Morper Bachtal, das nahtlos ins NSG Rotthäuser Bachtal übergeht. Die Landschaft ist geprägt von weiten Auenwiesen, Buchen bewachsenen Steilhängen, einsam gelegenen landwirtschaftlichen Gehöften und schilfbewachsene Teiche. Von der nahen Großstadt oder dem dichten Straßennetz ist hier nichts zu spüren.

Ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung ist der Wanderparkplatz bei Haus Morp. Bis Gut Papendelle geht’s bequem über einen breiten Schotterweg. Danach schlängelt sich ein schmalerer Pfad den Hang hinauf, nur um alsbald wieder hinab zum Rotthäuser Bach zu führen. Der Weg wird im weiteren Verlauf zunehmend matschig und unbegehbar. Im Laufe der Zeit hat sich daher ein improvisierter Pfad am Hang oberhalb des ursprünglichen Weges entwickelt. Trittsicherheit und  festes Schuhwerk sind hier unabdingbar. Auch liegen teils dicke Baumstämme quer über dem Weg. Einige müssen überklettert werden und bei anderen heißt es drunter durch krabbeln.

Auf der anderen Seite des Rotthäuser Bachs geh es vorbei am Schäpershof, der bereits im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Nicht nur der Schäpershof ist Jahrhunderte alt. Hinauf geht es durch einen Hohlweg, den viele, viele Generationen vor uns schon benutzt haben. Oben auf den Gerresheimer Höhen befindet sich der Rotthäuser Weg. Heute ist das eine asphaltierte Straße. In frühen Zeiten war diese Strecke ein Teilstück des Mauspfads, eines historischen Fernhandelweges, der vom Rheingau bis zum Hellweg bei Duisburg führte. Funde aus verschiedenen Jahrhunderten (von der Bronzezeit bis zur römischen Kaiserzeit) zeugen von der einstigen Bedeutung.

Zum Vergrößern der Bilder Doppelklick


Wenn Du magst, hinterlasse gerne einen Kommentar oder bewerte die Seite.

Kommentar verfassen

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Bewertung(erforderlich)